Sonderausstellungen

„Akt & Landschaft“ – Klaus Ender. Fünf Jahrzehnte Aktfotografie

Laufzeit: 10.07. – 18.09.2022

„Akt ist für mich weit mehr als ein unbekleideter Körper – der weibliche Akt ist die Summe von Schönheit, femininer Ausstrahlung, Selbstbewusstsein, Anmut und Sinnlichkeit.“ (Klaus Ender)

In der diesjährigen Sommerausstellung präsentiert das Kulturquartier Bilder des Aktfotografen Klaus Ender (1939-2021).

Ender publizierte seit 1965 regelmäßig in der DDR-Zeitschrift „Das Magazin“. Im Jahr 1975 initiierte er die erste Aktausstellung der damaligen DDR unter dem Titel „Akt &Landschaft“, die eine kulturpolitische Wende für das Genre Akt bewirkte. Klaus Ender machte sich einen Namen als Autor in renommierten Fotofachzeitschriften, illustrierte zahlreiche Bücher, Kalender und CD-Cover, war Buchautor, Dichter und Aphoristiker. 2002 gründete er seinen eigenen Verlag und widmete er sich verstärkt der Lyrik. 2020 erblindete Klaus Ender, im März 2021 verstarb er in Bergen auf Rügen.

Für Klaus Ender war die Aktfotografie untrennbar mit Ästhetik und Sensibilität verbunden. Erotik stand nicht im Vordergrund, entblößte Nacktheit vermied er. Er wollte im Akt nie das Spektakuläre fotografisch festhalten, sondern Ungezwungenheit, Natürlichkeit und Harmonie von Körper und Landschaft. Geprägt sind seine Aufnahmen von seinem hohen künstlerischen Anspruch.

Gerade durch die inflationäre, voyeuristische Zuschaustellung nackter Körper in den Sozialen Medien, mögen einige Menschen auch der künstlerischen Aktfotografie etwas Anstößiges unterstellen. Der Blick in die Kunstgeschichte verweist jedoch auf die lange Tradition ästhetischer Aktdarstellungen in der Kunst. Die Fotografien von Klaus Ender sind in dieser Tradition zu sehen – sie sollen dazu sensibilisieren, den künstlerischen Akt in seiner poetischen Schönheit wahrzunehmen und von der platter Nacktfoto­grafie zu unterscheiden. Für Ender war der Akt die Krönung der Fotografie, Schönheit und Ästhetik waren seine Maxime.

Enders Bilder wirken wie Moment­aufnahmen und sind doch zeitlos. Die Sonderausstellung zeigt Aktfotografien aus über 50 Jahren, die ein Stück Zeitgeschichte darstellen.

Ausstellungsort: Kulturquartier Mecklenburg Strelitz


Kommende Sonderausstellungen

11.6. – 3.10.22 / Uwe Maroske. Retrospektive
Kuratorin: Mara Maroske
Ausstellungsort: Schlosskirche Neustrelitz

10.7. – 18.9.22 / Klaus Ender (1939-2021): Akt und Landschaft 
Ausstellungsort: Kulturquartier Neustrelitz

vsl. ab Oktober / Von Dörchläuchtings Küchen und Fürstlichen Tafeln. Die Strelitzer Hofküche im 18. Und beginnenden 19. Jahrhundert
Kuratorin: Sandra Lembke
Ausstellungsort: Kulturquartier Neustrelitz