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Programmflyer Mai

Es geht wieder los! Der Mai wartet mit vielen schönen Veranstaltungen auf Sie. Bei Fragen und Reservierungen, rufen Sie uns gerne an!

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Objekt des Monats – AEG Mignon

Im Mai hat das Kulturquartier ein Objekt von besonderem historischem Interesse hervorgeholt, denn dieses Gerät ist ein frühes Beispiel für die Entwicklung der mechanischen Schreibkultur, die in der Mitte des 19. Jahrhunderts begann.

Interessanterweise wurde die Schreibmaschine gar nicht für die Büroarbeit erfunden. Die ursprüngliche Idee war, eine Maschine zu entwickeln, die es blinden Menschen ermöglichen sollte, zu schreiben. Die ersten derartigen Maschinen wurden zwischen 1849 und 1869 gebaut. Sie erregten große Aufmerksamkeit und lösten Proteste von Beamten aus, die um ihre Arbeitsplätze fürchteten. Die erste deutsche Schreibmaschine war die von der Berliner Firma Friester und Rossmann entwickelte Maschine, die etwa 10 Kilogramm wog und 78 Tasten hatte.

1904 stellte die AEG die erste Mignon vor, die zur Gruppe der Zeiger-Schreibmaschinen gehört. Für die Produktion wurde das Werk Union Schreibmaschinengesellschaft m.b.h. gegründet. Ab 1936 wurde die Fabrik in Olympia Büromaschinen Werke AG umbenannt.

Und wie hat die Schreibmaschine funktioniert? Bei dieser Maschine ohne Tastatur wird das Buchstabenfeld mit einem Zeiger abgetastet (per Hand auf den gewünschten Buchstaben), der die Bewegung auf einen Druckzylinder überträgt. Wenn die Taste gedrückt wird, schlägt der Typenzylinder auf die Walze. 

Es war nicht die beste und schnellste Maschine. Aber sie hatte einen sehr wichtigen Vorteil – sie war billig. Von der vierten Generation dieses Geräts wurden bis 1936 rund 360.000 Exemplare verkauft. 

Unser Modell stammt von 1923, wiegt fast 7 Kilo und hat die folgenden Abmessungen: B33 x T30 x H18 cm. Die Maschine ist mattschwarz lackiert.

Angebote für ukrainische Flüchtlinge

Im Kontext des Ukraine-Krieges bietet das Kulturquartier aktuelle Angebote für Ankommende und Einheimische an: Flüchtlinge aus der Ukraine können kostenfrei das Museum im Kulturquartier besuchen. Außerdem stellt die Bibliothek Flüchtlingen kostenfreie Monats- oder Jahresausweise für die Bibliotheksnutzung aus.

Oben am Treppenaufgang im Eingangsbereich zur Bibliothek haben die Bibliothekarinnen eine Sondermedienpräsentation mit thematisch relevanter Literatur sowie Sachbüchern sowie Kindermedien zu Themen rund um Krieg, Flucht und Vertreibung eingerichtet. Alle Medien sind entleihbar.