Sonderausstellungen

Zweite Laienkunstausstellung "Mein liebstes Werk"

Den Auftakt der Sonderausstellungen 2019 im Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz bildet die in Zusammenarbeit mit dem Seniorenrat der Stadt Neustrelitz entstandene zweite Laienkunstschau. Der im Herbst 2018 erfolgten Ausschreibung des Seniorenrates in Kooperation mit der Volkshochschule und dem Kunsthaus e.V. Neustrelitz sind wieder nahezu 50 Laienkünstler gefolgt. Den Besucher der Ausstellung unter dem Motto „Mein liebstes Werk“ erwartet eine große künstlerische Bandbreite von Werken, die unterschiedlicher nicht sein können. Von Ölmalerei über Aquarell zur Zeichnung bis hin zu Plastiken aus Marmor und Holz sind Arbeiten zu sehen, die ihre Betrachter garantiert erstaunen und inspirieren werden. Die Auseinandersetzung der Laienkünstler mit unterschiedlichsten Themen und die Vielfalt der umgesetzten Techniken macht diese Schau so interessant.

Ausstellungsdauer:
27. Januar bis 3. März 2019

Eintritt:
2,00 Euro/ermäßigt 1,00 Euro

100 Jahre Verfassung in Mecklenburg-Strelitz

Kabinettausstellung vom 28. Januar bis 3. März 2019

Ausgehend vom Kieler Matrosenaufstand, der in den allgemeinen Aufstand führte, kommt es im November 1918 zur Revolution, die das nunmehr vier Jahre währende mörderische Treiben des Ersten Weltkriegs beendet. Kaiser Wilhelm II. und die deutschen Landesfürsten müssen abdanken, Deutschland wird Republik. Damit ist nach dem Freitod Großherzogs Adolf Friedrich VI. von Mecklenburg-Strelitz die im Land diskutierte Strelitzer Thronfolge hinfällig. Mit der demokratischen Wahl einer verfassungsgebenden Versammlung im Dezember 1918 und der Verabschiedung der ersten republikanischen Landesverfassung in der Deutschen Republik konstituiert sich ab dem 1. Februar 1919 der Freistaat Mecklenburg-Strelitz.
Zwar erübrigt sich die Klärung der Thronfolge Herzog Carl Michaels, aber seine Entschädigungsforderungen – wie auch die der weiteren Mitglieder der großherzoglichen Familie – verfolgen das Land durch die Weimarer Republik. Der auf den Freistaat gekommene „Blinde Hausschatz“ und die ertragreiche Waldwirtschaft lassen neue Hoffnungen keimen. Folgen der Kriegswirtschaft, wirtschaftliche und politische Krisen, schließlich die Inflation zehren jedoch an den Grundlagen der Strelitzer Eigenständigkeit. Moderne Schulneubauten, der Erhalt der Landessammlungen (Museum, Bibliothek und Archiv), der Wiederaufbau des Theaters und die Sommerfrischen der Berliner stehen für die kurze Blüte der 1920er Jahre.

Daniel Sanders 200

17. März bis 2. Juni 2019
Eröffnung am 16. März 2019 um 15:00 Uhr

Daniel Hendel Sanders (1819–1897) gilt bis heute als einer der bedeutendsten Lexikographen des 19. Jahrhunderts. Sein dreibändiges Wörterbuch der deutschen Sprache (1859–1865) machte den aus Mecklenburg-Strelitz stammenden Oberlehrer über die Grenzen des deutschsprachigen Raums hinaus berühmt. Doch Sandersʼ Lebensweg zeichnet sich nicht nur durch sprachwissenschaftliche Arbeiten aus. Politisches Wirken, schriftstellerische und übersetzerische Tätigkeit sowie ein großes Interesse an der neugriechischen Sprache und der mecklenburger Mundart sind weitere Schwerpunkte seiner Arbeit. Doch Sanders unterscheidet sich in der Art der Wissensvermittlung von vielen seiner Zeitgenossen durch seine aufklärerische Haltung – Bildung steht hier als zentrales Mittel für einen mündigen Bürger.
Diese und viele weitere Punkte möchten wir Ihnen gerne in der Ausstellung zu „Daniel Sanders 200” näher bringen und veranschaulichen. Denn im Jahr seines 200sten Geburtstags ist es angebracht, diesen Mecklenburger erneut einem größeren Publikum näher zu bringen. Anlässlich dieses besonderen Ereignisses finden in Neustrelitz und in Rostock Ausstellungen sowie zahlreiche öffentliche Ehrungen statt. Parallel arbeitet die „Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften“ an einer kontinuierlichen Edition der Briefe Daniel Sandersʼ.