Meilenstein 6

25.05.2012, Schwerin/Neustrelitz

Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz – Neustrelitz macht Nägel mit Köpfen

Am 25. Mai 2012 erfolgt mit einem „nagelfest“ der symbolische Baustart für das Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz. „Neustrelitz macht für Kultur und Tourismus in der Region Nägel mit Köpfen! Nach einer lange und intensiv geführten Diskussion um Standort und Konzeption unseres Museums beginnt heute in zweifacher Hinsicht eine neue Phase: Wir bauen eine neue kulturelle Verbundeinrichtung auf, in der mehrere Institutionen zusammenarbeiten werden und wir begründen eine interkommunale Kooperation mit unseren Nachbargemeinden. “, sagt Bürgermeister Andreas Grund, der mit dem Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus des Landes Mecklenburg-Vorpommern Harry Glawe, Stadtpräsident Andreas Butzki, den Vorsitzenden der Fraktionen in der Stadtvertretung, dem Vorsitzenden des Ausschusses für Stadtentwicklung und Bau Ernst August von der Wense und dem Generalplaner Bruno Vennes die ersten Nägel am Bau einschlägt.

Für das Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz wird die Alte Post in der Schloßstraße 12-13 saniert und restauriert. Im Hof entstehen in Ergänzung dazu ein moderner Neubau und eine attraktive, funktionale Freiflächengestaltung.

In zentraler Lage der Residenzstadt werden das Museum der Stadt Neustrelitz, das Karbe-Wagner-Archiv und die Stadtbibliothek als bestehende städtische Einrichtungen zusammengeführt und durch weitere kulturelle Institutionen, darunter die Bibliothek der Stiftung Mecklenburg und das Neustrelitzer Theaterarchiv, ergänzt. So soll ein kultureller Ort mit touristischer Ausstrahlung entstehen.

Das Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz wird mit einem Fahrstuhl behindertenfreundlich zugänglich sein. Die Einrichtung wird mit einer Gesamtnutzfläche von ca. 2000 qm für eine Dauerausstellung, Sonderausstellungen, museumspädagogische Angebote, Bibliotheks- und Lesesäle, einen Veranstaltungssaal mit 100 Sitzplätzen und ein Café erhalten.

Die Stadt Neustrelitz hatte das Gebäude 2008 auf Beschluss der Stadtvertretung angekauft.

Im Ergebnis eines städtebaulichen Realisierungswettbewerbes wurde dem Architekturbüro BHBVT Busmann und Haberer aus Berlin der erste Preis zuerkannt. Die Planungen begannen 2009. Das grafische Erscheinungsbild wurde von der Agentur kocmoc.net aus Leipzig entwickelt.

Die Bauarbeiten werden im August 2012 beginnen.
Im Herbst 2014 soll das Bauvorhaben voraussichtlich abgeschlossen sein.

Für die Sanierung, den Neubau, Honorare, Ausstattung und Dauerausstellung sind Gesamtkosten in Höhe von 6,5 Millionen Euro veranschlagt.

Die Finanzierung erfolgt über Städtebaufördermittel in Höhe von 2,4 Millionen Euro, Fördermittel aus dem Programm „Kleinere Städte und Gemeinden“ im Rahmen des Projektes „Dasein! Leben im ländlichen Raum“ in Höhe von 1,7 Millionen Euro, zugesagte Mittel aus dem Leader-Programm in Höhe von 400.000 Euro und Eigenmittel der Stadt in Höhe von rund 2 Millionen Euro.

Weitere Informationen bietet die neue Internetseite über das Kulturquartier unter www.kulturquartier-neustrelitz.de.

Aktuell erschienen ist eine Imagebroschüre, mit der die Stadt Neustrelitz insbesondere Partner und Förderer gewinnen möchte, die sich an der inhaltlichen Umsetzung von attraktiven Bildungsangeboten für Kinder und Jugendliche und Projekten zur lebendigen Kultur- und Geschichtsvermittlung beteiligen möchten.


Historisches: Das herzogliche Postamt Neustrelitz, Schloßstraße 12-13

Das 1701 gegründete Herzogtum und spätere Großherzogtum Mecklenburg-Strelitz verfügte bis zur Gründung des Norddeutschen Bundes Ende 1867 zwar über eine eigene Posthoheit und ein eigenes Postwesen, es gab aber kein eigenes Postgebäude.

Von 1748 bis 1795 war die Großherzogliche Münze in der Schloßstraße 12 in Betrieb. 1869 wurde das Gebäude nach weiteren verschiedenen Funktionen „zu Stadtrecht gelegt“ und an die Bundes-Post-Verwaltung verkauft. Man baute das Haus für die Belange der Post um und brachte an der Straßenfront in schwarzen Buchstaben „Kaiserliches Postamt“ an.

1891 erfolgten weitere Umbauten.

1898 wurde das benachbarte Grundstück Haus Nr. 13 dazugekauft.

In zwei Bauabschnitten, von 1899 bis 1900 und von 1900 bis 1901, wurde ein Neubau mit neuromanischen bzw. neugotischen Architekturformen errichtet.

Es handelt sich um ein elfachsiges zweigeschossiges Traufenhaus mit zwei Giebelrisaliten in der zweiten und zehnten Achse. An beiden Seiten gibt es eine zweiflügelige Eingangstür.

Rundbogenfenster im Erdgeschoss und Stichbogen-Doppelfenster im Obergeschoss sowie Dreierfenster in den Risaliten gliedern die Hausfront an der Straße.

Im linken Giebelrisalit über dem Fenster sind in goldenen Lettern die Jahreszahlen 1899 bis 1901 zu lesen, über dem Fenster im rechten Giebelrisalit symbolisieren zwei goldene Posthörner das Postwesen und zwei Blitze das Telegrafenwesen, denn das Telegrafenamt war ebenfalls in dem Gebäude untergebracht.

1928 wurde der Torweg verbreitert. 1933 erfolgte ein innerer Umbau, wovon aber die Schalterhalle nicht betroffen war.

Vor 1990 war das Post- und Fernmeldeamt ansässig. In den 1980er Jahren wurde die Schalterhalle umfangreich saniert.

Das Gebäude wurde bis 2000 als Postgebäude genutzt. Bis 2003 verblieb hier nur noch der Zustellerbereich.


 





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Die ehemalige Residenzstadt des Gro?herzogtums Mecklenburg-Strelitz geh?rt heute zu den f?hrenden Kulturst?dten der Mecklenburgischen Seenplatte.

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